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Die Dampflok rollt: Volley Tigers erkämpfen mit Extrapunkten Tabellenplatz 5

Es grenzt fast an ein Wunder, dass wir am vergangenen Spieltag doch noch 6 Leute zusammenbekommen haben, um spielfähig zu sein. Aufgrund von Verletzungen, beruflichen Verpflichtungen und anderen Veranstaltungen war nämlich bis Freitag Abend noch nicht klar, wer denn alles mitspielen wird. Aber ein Spieltag ist ja eh viel spannender, wenn man erst am Morgen schaut, wer denn alles da ist.
Schon beim Einsammeln der Mitspieler erlebten einige Tigers ein kleines Highlight. Auf der sonst nur von Dieselzügen befahrenen Strecke mussten sie nämlich einer Dampflok den Vortritt lassen. Unsicher, ob dieses Highlight nun ein gutes oder schlechtes Vorzeichen war, traten wir den Weg nach Schwerin an.

Das erste Spiel mussten wir erst einmal von Außen betrachten. Das Landesleistungszentrum Schwerin spielte hier gegen hochgewachsene Stralsunder. Es gab einen regen Schlagabtausch und als beide Mannschaften in den Tiebreak mussten, waren wir uns eigentlich sicher, dass dieses Dampflok-Highlight wohl ein schlechtes Vorzeichen gewesen ist. Das erste Spiel gleich 5 Sätze, der Tag würde sicher lang werden. Schwerin entschied den letzten Satz schlussendlich für sich und fuhr somit den ersten Sieg des Tages ein.

Dann ging es auch endlich für uns los. Ich denke wir hatten auch noch nie so einen hohen Altersdurchschnitt aufs Spielfeld gebracht. Dem Alter angemessen wurde auch anstatt von „Breaks“ immer von Extrapunkten gesprochen.
Wir starteten von vornherein druckvoll und konzentriert. Wir spielten die Sideouts gut herunter und konnten uns mit starken Aufschlägen Punkt für Punkt absetzen. Es würde keinen Sinn machen hier auf einzelne Sätze einzugehen, da sie alle ein Spiegelbild des ersten waren. Gut durchdachte Zuspiele machten es unserem Angriff oftmals leicht, den Punkt einzufahren. Außerdem kam noch der eine oder andere Blockpunkt hinzu und somit haben wir die Sätze mit 25:14, 25:21, 25:15 eindeutig für uns entscheiden können.

In unserem zweiten Spiel mussten wir nun gegen die Hausherren ran. Schon vom Aufeinandertreffen in der vergangenen Wochenende war uns bewusst, dass auch Schwerin verletzungsbedingt starke Kaderprobleme haben wird. So kam es, dass selbst das Volleyballleistungszentrum nur auf 2 Auswechselspieler zurückgreifen konnte.
Im Gegensatz zum ersten Spiel startete dieses eher schleppend. Von außen muss dieser Standvolleyball ziemlich grauenhaft ausgesehen haben aber keine Mannschaft konnte sich hier deutlich absetzen. Dennoch konnten wir hier und da einen Punkt mehr machen und gewannen der ersten Satz mit 25:23.
Wir waren uns alle einig, dass wir wieder mehr investieren müssen, da Schwerin garantiert nicht so weiterspielen würde. Aber wie das mit großen Ansprachen so ist, am Ende klappt es dann meist doch nicht, das Vorgenommene aufs Parkett zu bringen. Zur Mitte des Satzes liefen wir auch einem etwas größeren Rückstand hinterher, den wir jedoch zum Ende wieder ausgleichen konnten. Nach einem Schlagabtausch über die 25 Punkte hinaus, haben wir den Satz mit 28:26 doch noch für uns entscheiden können.
Auch in dieser Satzpause waren wir uns einig, dass uns zwei 3:0 Spiele ja sehr gut stehen würden, wir aber mit der Leistung nicht darauf hoffen können auch den dritten Satz zu gewinnen. Und wieder begannen wir sehr verhalten. Es lief rein gar nichts mehr zusammen. Die Annahme kam zu selten nach vorne, der Block glich einem Schweizer Käse und der Angriff spielte eher auf Spielfluss. Logische Konsequenz –  der Satz schenkten wir leichtfertig ab. 18:25 spielten uns die Schweriner hier an die Wand.
Die drei Punkte noch immer fest im Blick ging es dann in den vierten Satz. Wir starteten gleich mit dem Ausbau unserer Führung. Wir wurden wieder mutig in den Aufschlägen und konnten hier viel Druck aufbauen. Die Annahme war etwas stabiler und ermöglichte es unserem Zuspieler, seine Angreifer variabler einzusetzen. Bei Schwerin hingegen lief genauso viel zusammen, wie zuvor im dritten Satz bei uns. All dies nutzten wir, um uns mit dem Gewinn des Satzes das Spiel und die drei Punkte zu sichern. 25:14 war hier der Endstand. 

Am Ende bleibt zu sagen, dass ich selten ein so konzentriert heruntergespieltes Spiel von uns erlebt habe, wie es gegen Stralsund der Fall war. Außerdem fand ich es auch sehr bemerkenswert, dass wir uns im zweiten Spiel nicht hängen lassen haben und stets ein Punkt mehr machen konnten als der Gegner. Mit den 6 gewonnenen Punkten klettern wir nun endlich aus dem Tabellenkeller raus auf Platz 5. Und somit steht fest, die Dampflok war doch eher ein positives Omen und zum Glück nicht nur DAS, sondern eins von vielen Highlights des Tages.

Und da war unser Highlight auch teilen wollen, hier das Video. 😉

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